allesnurgecloud #03 – Elasticsearch Krimi, RHEL, GitLab, Obsidian und mehr.

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Der Krimi um Elasticsearch geht weiter

In der letzten Woche hatte ich schon über den Lizenzwechsel von Elasticsearch hin zur SSPL berichtet, in dieser Woche ist hierzu wieder Einiges passiert. Zuerst hatte der Elastic CEO Shay Banon ausführlich Stellung zum Lizenzwechsel bezogen – er erklärt ausführlich die Hintergründe zum Streit mit AWS, Lizenzverletzungen, Gerichtsverhandlungen – das volle Programm.

Kurz darauf meldete sich logz.io zu Wort – ein Anbieter, der unter anderem Elastic als SaaS Lösung anbietet – man wolle forken – und komplett OpenSource bleiben – weiterhin unter der Apache 2.0 Lizenz – auch zu lesen bei heise .

Weiter ging es dann wenig später mit einem Announcement von AWS – man wolle eine Open Source Elasticsearch Version bauen – jetzt aber wirklich (truly open Source). Golem berichtet hierzu ebenfalls in „Auch Amazon plant Elasticsearch-Fork“.

Shay Banon sah sich zum Ende zu einer weiteren Stellungnahme gezwungen und klärt auf, dass er leider mit diesem Schritt von Amazon gerechnet hat.
Zu guter Letzt gibt es noch einen Entwickler, welcher auf Twitter seinem Ärger Luft macht. Er sieht nun seine Contributions verletzt, da Elastic wohl immer beteuert hat, diesen Schritt nie zu machen – mit ihm gäbe es noch ca. 1675 andere von Elastic unabhängige Contributoren.
Es bleibt also spannend und ist in Summe erstmal nicht so einfach zu Verfolgen.


Google Cloud – The early Days

Hemant Mohapatra heuerte im Dezember 2012 bei Google an, um der Google Cloud Plattform zu mehr Marktanteilen zu verhelfen. Auf Twitter erzählt er von den Anfängen und schildert hierzu seine Sicht der Dinge (englisch).
Man war damals (2003/2004) der erste, der auf „Container“ (LXC) und später Borg gesetzt hätte – hat aber damals nicht erkannt, dass dies generell ein großer Markt sein könnte. Auch die „Serverless“ Plattform App-Engine kam zu früh, und die Tech – Welt wäre dafür noch nicht bereit gewesen.

Google sei technologisch immer weiter voraus gewesen, hätte aber die Dokumentation vernachlässigt und nicht in einfach zu konsumierenden Lösungen gedacht. Heute wachse GCP jedes Jahr um mehr als 50%, wurde aber unglücklicherweise von Azure überholt und müsse sich nun besonders anstrengen.
Zum Vergleich: Laut Statistia machte AWS in 2019 35 Milliarden Dollar Umsatz, Azure 17,4 Mrd $ und die Google Cloud 3 Mrd$.

Hemant Mohapatra auf Twitter


RedHat Enterprise Linux für 16 Server kostenlos – Zukunft von CentOS?

Das RHEL Upstream Projekt CentOS hatte vor kurzem angekündigt, CentOS 8 einzustellen bzw. auf einen kontinuierlichen Releasezyklus zu wechseln – siehe CentOS Streams.
Das Ende von CentOS Streams wird nun etwas versüßt, denn RHEL gibt es nun kostenlos für bis zu 16 Server. Man benötigt dazu allerdings eine Developer Subscription und muss die Server via Subscription Manager bei der Zentrale melden. Darüber bekommt man dann die gesicherten RHEL Patches und Zugriff auf die Knowledge Base.
Benötigt man aber tatsächlich mal RHEL Support, so muss man diesen vorher kostenpflichtig erwerben – dieser ist nicht inklusive – Details bei RedHat . Zusätzlich hat RedHat angekündigt, an weiteren CentOS Alternativen zu arbeiten.

Währenddessen buhlt der Mitbewerber Oracle fleissig um die CentOS User und möchte den Einstieg erleichtern.

Kris hingegen ist der Meinung, dass man sich auch mal der Zeit beugen sollte – denn kontinuierliche Softwareentwicklung sollte nicht beim Betriebsystem aufhören, sondern im ganzen Stack gelebt werden. Er erläutert dies in seinem Blog in „ Embracing the Stream„.

Kostenloses RHEL für 16 Server bei Golem


Der Fluch der IT

Wir kennen das alle, von Online Shop Bewertungen oder von der Arbeit in der IT. Kunden erwarten, dass Systeme immer 100% Up sind und ohne Probleme 365 Tage im Jahr laufen – das ist quasi selbstverständlich. Im Ländle nennen wir das „Nicht gemeckert ist genug gelobt!“.
Mitarbeiter, muss man nur einstellen, um Probleme zu beheben. Dass ein verlässlicher und sicherer Betrieb einen ordentlichen Aufwand erfordert – ist im Top Management nicht immer transparent.

Stephan Schmidt, ehemaliger CTO von brands4friends & ebay, beschreibt dies in einem Linkedin Beitrag – „Der Fluch eines CTO“. Es sei deshalb sehr wichtig, die technischen Herausforderungen mit dem Top Management zu besprechen und im Detail zu erklären.

„The Bane of CTOs“ auf Linkedin


Obsidian – eine OpenSource Alternative zu Notion

Um seine persönliche Notizen strukturiert niederzuschreiben gibt es mittlerweile unzählige Tools. Ein derzeit populäres Tool ist die Software as a Service Lösung Notion, die mittlerweile Template basiert arbeitet und sogar einfache Datenbank Use Cases abdeckt.
Bevorzugst du allerdings eine lokale Lösung, die dazu noch offline und schnell durchsuchbar ist, so kannst du dir mal Obsidian anschauen – siehe auch Obsidian Featureset. Obsidian basiert auf Markdown Textdateien und speichert diese lokal in Ordner ab. Die Files können zur einfacheren Recherche und besseren Übersicht verlinkt werden. Zusätzlich gibt es mittlerweile ein umfangreiches Plugin Angebot .

Jochen erklärt in seinem Blog , wie er Obsidian für sein persönliches Knowledge Management einsetzt und welchen Vorteil er gegenüber Notion sieht.

Obsidian Homepage


Plausible HQ – Open Source Analytics Lösung

Mit gefallenem Privacy Shield wird das Thema „Tracking Alternative zu Google Analytics“ für viele immer wichtiger. Neben dem Urgestein Matomo (ehemals Piwik) gibt es mit Plausible noch eine leichtgewichtigere Alternative.
Schreckt euch die Installation der OpenSource Lösung erstmal ab, so könnt ihr für 6$/Monat auch die SaaS Version testen (bis 10.000 Pageviews/Monat). Falls ihr euch erstmal das Dashboard anschauen wollt, so könnt ihr die Plausible eigenen Statistiken öffentlich einsehen . Weitere Infos könnt ihr euch beim Github Projekt selbst anschauen – cool finde ich zudem, dass sie dort auch Ihre Jekyll Homepage komplett veröffentlichen .

Für einfaches Tracking ist die Lösung sicherlich ausreichend, benötigt man aber ein größeres Featureset, so sollte man sich Matomo anschauen.

Zur Plausible Website


Neue GitLab 13.8 Version & Meetup in der Schweiz

Am 22. Januar hat GitLab die Version 13.8 veröffentlicht. Es gibt nun einen recht einfachen Pipeline Editor, Deployment Metriken und viele kleinere Verbesserungen (siehe Blogpost). Persönlich gefällt mir „Send E-mail to Issue“, da bin ich auf die Praxis mal gespannt, das könnte vieles noch deutlich vereinfachen.
Wer sich bezüglich GitHub vs. GitLab noch sortiert, der kann sich mal die „Is it any good“ Page bei GitLab anschauen – hier gibt es eine Art Featurevergleich zwischen beiden Tools.

In der Schweiz hat am Donnerstag, 21. Januar das erste GitLab Meetup stattgefunden – auf Youtube ist das Ganze schon online (Dauer ca. 1:43 Stunden). Alternativ könnt ihr auch einfach mal in die Slides reinschauen.

Wer GitLab schon länger nutzt, dem hilft vielleicht die McPiper GitLab Statusbar – damit kann der Pipeline Status einfach in der Mac OS Statusbar abgefragt werden.

Zum 13.8 Release Blogeintrag bei GitLab


JuiceFS – POSIX kompatibles Filesystem auf S3 Basis

JuiceFS ist ein neues Filesystem, welches mit Hilfe von S3 und Redis ein POSIX kompatibles Filesystem zur Verfügung stellen kann. Nebenbei ist es auch noch HDFS und NFS kompatibel. Klingt erstmal bescheuert – es gibt aber tatsächlich unzählige $Enterprise$ Applikationen, die man zwar in eine moderne Umgebung (Cloud oder nicht) bringen möchte, die Architektur aber noch auf das 32 TB NFS Share angewiesen ist.
Mithilfe von JuiceFS könnte man diese Applikationen per Lift & Shift in eine moderne Umgebung migrieren. JuiceFS ist komplett OpenSource, man kann aber auch den offiziellen SaaS Dienst als Zwischenlayer nutzen. Offiziell ist JuiceFS noch im „Beta“ Status und laut GitHub noch nicht production ready , allerdings sind wir auch schon bei Version 0.9.3 und ein Release wird sicherlich nicht mehr lange auf Sich warten lassen.

Zur JuiceFS Homepage


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